Kirchen und Kapellen

 

Christkönigskirche

Nach dem II. Weltkrieg brauchte Penzbergeine neue Kirche. Bei einem Fliegerangriff war der Turm getroffen worden, der auf das Kirchenschiff stürzte. In dieser schwierigen Nachkriegszeit sammelten engagierte Mitglieder der Pfarrei im weiten Umkreis Spenden und halfen tatkräftig beim Bau. Eine ältere Frau sagte: „In diese Kirche ist ein Teil meines Lebens miteingemauert.“

Die Erinnerung an die unheilvolle Geschichte des „Dritten Reichs“ war damals noch sehr lebendig. Die Christkönigsverehrung hatte im deutschsprachigen Raum ein religiöses Gegengewicht zur NS-Ideologie gebildet. In diesem Sinn entstand die 4,5 m hohe, vergoldete Christkönigsfigur des Bildhauers Buttler. Wenn man die Christkönigskirche betritt, schaut man vorne über dem Hauptaltar auf einen gütigen König, der den Frieden (PAX VOBIS – Der Friede sei mit Euch!) bringt.

Am 7. Oktober 1951 konnte der damalige Bischof von Augsburg, Dr. Joseph Freundorfer, die Weihe der neuen Christkönigskirche vollziehen, eine der ersten Kirchenneubauten in der Diözese Augsburg nach dem II.Weltkrieg.

Das Titularfest wird Ende November am Christkönigssonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahrs gefeiert.

Über dem Haupteingang wurde 2005 das von Heinrich Campendonk geschaffene Jesaja-Fenster eingebaut. Zur Passionskapelle gehört seit 1997 eine Zweitfassung des Passionsfensters des gleichen Künstlers.

Die Kirche ist täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Regelmäßige Gottesdienste werden dienstags, freitags und sonntags gefeiert.

Eine ganze Reihe von Reparaturen stehen für die Christkönigskirche an: Dach, Wände, Fußboden, Elektrik und Orgel. Mehr Info: Christkönigskirche: Reparaturen fällig!

 

Kirche „Zu Unserer Lieben Frau von Wladimir“ 

Die zweitgrößte Kirche der Stadt entstand im damals sehr rasch wachsenden Stadtteil Steigenberg. Das Gotteshaus wurde nach der Marienikone „Unsere Liebe Frau von Wladimir“ benannt. Bischof Dr. Josef Stimpfle weihte die Kirche „Zu Unserer Lieben Frau von Wladimir“ am 11. September 1964. Das Patrozinium wird am 1. Januar gefeiert.

Auf der rechten Seite vorne beim Seitenaltar findet man die „Liebe Frau von Wladimir“ als Altarbild, deren Vorbild die in Russland sehr bedeutende Ikone der „Wladimirskaja“, der Gottesmutter von Wladimir (Stadt in Russland) ist.

Das Altarbild zeigt Motive aus der Offenbarung des Johannes: Christus und das Opferlamm, das Buch mit den sieben Siegeln, umrahmt von den vier Wesen, den Symbolfiguren der vier Evangelisten.

Die Kirche ist täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Regelmäßige Gottesdienste werden mittwochs und samstags sowie am ersten Sonntag im Monat gefeiert.

„St. Maria“ in Hub

Die im Sprachgebrauch „Hubkapelle“ genannte Kirche wurde 1631 geweiht und 1899 der neu gegründeten Penzberger Pfarrei St. Barbara zugeordnet.

Über dem Altargemälde als Wechselaltar mit Schutzmantelmadonna und rückseitiger Kreuzigung sieht man das Jesuskind im Strahlenkranz auf dem Jesus-Monogramm „IHS“ stehen. Die beiden Seitenaltäre zeigen die Krönung Mariens und den „Allerheiligenhimmel“.

In der Hubkapelle finden Maiandachten und bis September regelmäßig mittwochs ein Gottesdienst statt. Die Kirche ist in den Wintermonaten geschlossen.

Barbarakapelle

Auf der Penzberger Berghalde errichtete der Gesellschaftsverein „Die Jungritter“ 2003 die Barbarakapelle. Sie erinnert mit ihrer Holzrahmenkonstruktion an den Stollenverbau im früheren Bergwerk.

Beim Eintreten fällt der Blick sofort auf das Kreuz, das dem Raum Licht schenkt.

Kirchenführer

Weitere Informationen zu allen Kirchen und Kapellen im Bereich der Stadt Penzberg erhalten Sie im Kirchenführer, der am Schriftenstand in den Kirchen erhältlich ist.